Tag 13 – 21 – El Paso Ankunft

Die Nacht war gruselig, deshalb haben wir direkt nach dem Aufstehen die Koffer gepackt. Das Frühstück war seinen Namen nicht wert. Daher habe ich nur 2 Tassen Kaffee getrunken. Danach haben wir uns sofort auf den Weg gemacht nach El Paso. 

Die Fahrt sollte 7.5 Stunden lang sein, war aber nicht so arg anstrengend wie befürchtet. Wir haben immer wieder Pipipausen gemacht und unterwegs unsere Burritos von gestern zum Mittag gesnackt. 

In El Paso angekommen, kamen wir an der Einkaufs Mall vorbei und sind dort noch einmal bummeln gegangen. Ich habe drei Jeanshosen und eine Bluse für 85.- bekommen. Echt cool. Ulli hat sich dann noch erkundigt, was man tun müsste, um als Immigrant bei der El Paso Police angestellt zu werden und ob das überhaupt ginge. 

Dann ging es weiter ins Airbnb. Es war recht leicht zu finden und machte einen tollen ersten Eindruck. Zwar in die Jahre gekommen, aber sehr nett eingerichtet. Allerdings hat man auf den zweiten Blick gesehen, dass es nicht sehr gut gepflegt wird. Es gab bei 3 Doppelbetten nur 2 Tassen im Schrank, das Besteck bunt zusammen gewürfelt und die Sauberkeit lies leider auch zu wünschen übrig. 

Aber sei`s drum – es war ok und um Längen besser als unser letztes Hotel. 

Nach einer kurzen Einräumphase und dem Abendbrot (das Riesensandwich von gestern) sind wir dann noch zum Scenic Drive gefahren und haben einen tollen Blick über El Paso genossen. Es waren viele Jugendliche da, der Scenic Drive scheint ein beliebter Treffpunkt dort zu sein. 

Dieser Tag war tatsächlich regnerisch – unser erster Tag im Urlaub mit richtigem Regen. Wobei das auch kein Vergleich war, eher ein kleiner Nieselregen, bei dem man gar nicht richtig nass wurde.

Tag 14 El Paso – Kern`s Place 

Wir haben erstaunlich gut geschlafen im AirBnB. Ich hatte gedacht, dass es sehr laut sei, weil das Zimmer zur Straße raus geht, aber der Verkehr nahm dann doch soweit ab, dass wir gut geschlafen und sogar schöne Träume gehabt haben. 

Wir mussten ja auch recht früh aufstehen und brachten Sophie und Anton dann zum Flughafen. Danach fuhren wir dann noch zum Harley-Shop, wo wir uns lange aufhielten und schöne Klamotten anprobierten. Ulli schaute nach den Bikes und konnte das eine und andere Bike mal Probe sitzen.  

Danach sind wir wieder ins AirBnB gefahren und haben entspannt. Ein kleiner Einkauf für die Woche und für heute Abend, das wars an Aktivitäten für heute. 

Nach einem Abendessen machten wir uns dann fertig und sind zu Kern`s Place rübergegangen. 

Rob hat uns gleich durch Fenster erspäht und freudig begrüßt, als wir den Smoke Shop betraten. Alle hießen uns herzlich willkommen, es war einfach unglaublich schön! Ich kam mit Saul ins Quatschen über Deutschland und Ulli suchte schon einmal Zigarren für uns aus. Dann setzen wir uns zu Ihnen an den Tisch, plauderten und schauten zusammen Football. Es spielten die LA Chargers gegen die Kansas City Chiefs. George kam dann auch dazu und wir begrüßten uns herzlich. 

Es war einfach wunderbar, ein toller Abend mit tollen Menschen. Ich wünschte, es gäbe so einen Platz auch in Deutschland. 

Leider ging es Ulli nach einiger Zeit nicht gut, vermutlich hatte er die Zigarre aus Begeisterung zu schnell geraucht. Daher gingen wir dann früher – nicht ohne uns für den nächsten Abend anzukündigen, an dem wir wiederkommen würden. 

Tag 15 El Paso – White Sands – Texas Roadhouse

Heute haben wir gut geschlafen. Nach dem Aufstehen ein kurzes Frühstück und ein bisschen Ausruhen. Dann haben wir beschlossen, den Nationalpark White Sands zu besuchen. Also ab ins Auto und los. 

Es war doch eine längere Fahrt als ich dachte, wieder nach Las Cruzes und daran vorbei. Auf dem Weg dorthin wurde schon deutlich, dass hier auch noch militärisches Gelände ist – es gibt hier eine Raketentesteinrichtung, die auch das Gelände des Naturparks mitunter nutzt. Zu diesen Zeiten ist der Park natürlich gesperrt. 

Zuerst sind wir in das Information Center gegangen und haben uns die Ausstellung angesehen – Welche Tiere hier leben, seit wann es hier Menschen gibt und wie diese Dünenlandschaft überhaupt entstanden ist. Es war wirklich interessant! 

Dann sind wir wieder ins Auto und ab in den Park. Man konnte nur im Schritttempo dort langfahren. Der Sand wurde schneeweiß und überdeckte schnell auch die Straße. Viele Menschen fuhren dort lang und schauten sich dieses Naturspektakel an. Die Leute brachten Sonnenschirme mit uns picknickten auf den Dünen oder fuhren mit Schlitten herunter. Schönster, weißer Sandstrand – Sand und hin und wieder einige Pflanzen, die sich dort durchgekämpft hatten. 

Wie es schien, kann man dort auch mit Pferden durchreiten – ein Pferdetrailer kam uns beim Rausfahren auch entgegen. 

Auf dem Heimweg bekamen wir dann doch Hunger, so haben wir dann am Texas Roadhouse gehalten und sind dort eingekehrt. Es war superlecker und mal wieder ein echtes Erlebnis, dort essen zu gehen. Der gesamte Service bestand aus sehr jungen Menschen, vermutlich Schülern oder Studenten, die sich was dazuverdienten. Alle waren sehr freundlich, scheinbar gut gelaunt und aufmerksam. Während wir dort waren, führten die Bedienungen zweimal einen Squaredance auf, zu dem sie sich versammelten, jeweils ca. 2 Minuten lang.

Abends sind wir dann nochmal zu Kern`s Place gegangen und haben George und die anderen getroffen. Es war ruhiger als gestern und wir haben uns sehr nett unterhalten. Eric war mit seiner Hündin Blossom auch da und sie fand es total super, dass wir sie immer wieder geknuddelt haben. 

Es war ein sehr schöner Tag. Mal sehen, was wir dann morgen machen. Ich finde es echt super, dass wir uns jetzt hier ein paar Tage entspannen und El Paso in Ruhe erkunden können. 

Tag 16 El Paso – Car Show – Downtown

Heute haben wir es mal wieder ruhig angehen lassen. Nach einem schönen Frühstück mit Bacon und Rührei haben wir uns bereit gemacht, Downtown zu fahren. 

Also ab ins Auto, aus der Einfahrt gefahren zur nächsten Kreuzung…. Und dann wußten wir nicht, wie uns geschah!! 

Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße standen eine ganze Reihe alter Autos – eins schöner als das andere. Also…. sofort wieder zurückgesetzt, in der Einfahrt geparkt und über die Strasse gegangen. 

Es war grandios! Alte amerikanische Autos, bis Baujahr 1972, von verschiedenen Clubs, trafen sich hier. Liebevoll restaurierte Schätzchen, in unterschiedlichen Restaurationsstadium, aber die meisten sahen einfach grandios aus! Schaut Euch die Bilder an, sie sagen alles! Es herrschte eine tolle Atmosphäre, wir kamen mit vielen Menschen – stolzen Besitzern und autoverrückten Amerikanern ins Gespräch. Durchweg alle begrüßten uns herzlich und waren interessiert daran, wie lange wir hier seien, wie lange wir bleiben und gaben bereitwillig Auskunft über ihre Autos. 

Einer von Ihnen begrüßte Ulli direkt mit den Worten: „Dich habe ich doch schon mal gesehen, oder hast Du einen Zwillingsbruder?“ Es stellte sich heraus, dass die beiden wohl im Fort Bliss zu Ullis Bundeswehrzeit miteinander gearbeitet hatten. So entstand ein sehr herzliches Gespräch, in dem die Beiden dann die Nummern austauschten und sich versprachen, in Verbindung zu bleiben. 

Nachdem wir uns dort losgerissen hatten, fuhren wir dann aber Downtown. Die Umgebung wurde immer dreckiger und typisch für die Innenstädte von Großstädten. Einen Parkplatz zu finden war gar nicht so einfach, aber wir haben es geschafft. 

Um die Ecke war eine Polizeistation, da hat Ulli nochmal gefragt, ob wir dort auch stehen dürften, was der Cop bestätigte. Dann gingen wir durch die Straßen und standen vor der Grenze zu Mexiko. Man konnte auf die Brücke gehen und nicht nur mit dem Auto, sondern auch zu Fuß die Grenze passieren. Das taten wir aber nicht, sondern gingen nur bis kurz davor. 

Wir gingen an Straßenläden vorbei, die Deko, Kleidung und Decken verkauften und ein paar Cafés. Ansonsten standen viele Läden leer und man konnte den typischen „dreckigen“ Großstadtgeruch wahrnehmen. Dort sahen wir auch wieder den Cop auf dem Fahrrad, den wir kurz vorher gefragt haben. Als er uns sah, grüßte er uns. Es war aber doch kein angenehmes Spazieren, deshalb gingen wir dann doch recht schnell zurück zum Auto und fuhren wieder ins AirBnB. 

Dort chillten wir dann noch ein bisschen, bereiteten uns ein leckeres Abendbrot zu und hatten einen gemütlichen schönen Abend. 

Tag 17 El Paso – Eheringe – Kern`s 

Heute haben wir lange geschlafen. Danach sind wir losgefahren – wir wollten unsere „Eheringe“ anfertigen lassen. 

Dafür fuhren wir dann zu einem Tattoostudio in der Nähe. Dieses hatte aber geschlossen. Daher suchten wir über google ein anderes Studio, das nicht weit weg lag und geöffnet hatte. Das „Steady ink“ hatte geöffnet und wir wurden beim Eintreten schon sehr freundlich begrüßt. 

Wir erklärten dem Künstler, was wir uns so vorstellten und er sagte, dass er es gern machen würde. Er nahm die Runen für die Ringe entgegen und wollte das Design erstellen. In dieser Zeit gingen wir dann zur nächsten Bank und holten Bargeld. Als wir wiederkamen, waren wir sofort einverstanden mit seiner Version und stimmten ihr zu, also bereitete er den Arbeitsplatz vor. Er sagte noch, dass ihm die Bedeutung unserer Runen gefallen würden. Roberto zeigte uns dann noch die eingepackten Nadeln und deren Ablaufdatum. Das dies in Deutschland nicht gemacht wurde, hat ihn sehr überrascht. 

Ich war dann als Erste dran. Die Nadeln taten wie immer etwas weh – vor allem im Innenbereich der Finger, aber es ist toll geworden! 

Er reinigte mein frisches Tattoo und bestrich es mit einer Salbe. Ich sollte es dann noch etwas trocknen lassen und wir warteten noch ab, bis ein paar kleinere Stellen abgeblutet hatten. 

Es kamen immer mal wieder Leute in das Studio, es war eine total nette, entspannte und fröhliche Atmosphäre. Ein anderer Kunde war auch im Studio und lies sich von einem anderen Künstler ein Gemälde auf den Rücken aufbringen. Als ein Kollege/Freund/wer auch immer zwei große Schachteln Pizza mitbrachte, bot er uns sogar auch welche an. Wie nett ist das eigentlich??? 

Bevor Roberto dann den Arbeitsplatz für Ulli vorbereitete, säuberte er noch das Terrarium unter der Theke, in dem zwei Schlangen lebten. Er fragte, ob wir Schlangen mögen. Als wir das bejahten, bekamen wir beide eine Schlange auf den Arm, Ulli das gelbe Albino-Schlangenmädchen und ich den „normalfarbigen“ Phytonmann. Es war toll. Die Schlangen waren trocken und kühl und sehr nett. Als das Wasser gewechselt war, setzte Roberto die Schlangen wieder rein und bereitete alles für Ulli vor. Als wir ihm dann noch von Ullis Nickelallergie erzählten, checkte er alles noch dreimal, bevor er sicher war, dass in der Farbe kein Nickel ist. Erst danach machte er sich daran, auch Ulli die Haltbarkeit seiner Nadeln zu zeigen und ging dann ans Werk.  

Die Tattoos sehen toll aus und Roberto war auch sehr zufrieden mit seiner Arbeit. Er machte dann noch Fotos davon und lies auch noch ein Gruppenfoto mit uns beiden machen. Er fand die Idee mit dem Tattoo als Ehering cool und war auch von Ulli ganz begeistert. „Du bist ja so wie ich – Du fährst Motorrad, magst Schlangen, hast Kinder und eine Glatze habe ich auch!“ 

Vor lauter Begeisterung hätte er sogar fast vergessen, das Geld zu kassieren, worauf Ulli ihn dann noch hingewiesen hat. 

Den Nachmittag haben wir ganz ruhig verbracht. Wir waren noch in einem GI-Shop, wo Ulli gern einen Rucksack gekauft hätte. Leider gab es aber nichts, was seinen Vorstellungen entsprach. 

Abends sind wir wieder zu Kern`s gegangen und trafen uns mit George. Es war nicht viel los, aber es lief Football und wir unterhielten uns wieder total nett mit George. Die Minnesota Vikings spielen, Ullis Lieblingsmannschaft. Sie haben am Ende sogar knapp gewonnen und es war ein schöner Abend. 

Tag 18 El Paso – Hueco Tanks

Heute morgen haben wir gemütlich gefrühstückt. Dann sind wir mit dem Auto nach Hueco Tanks gefahren. 

Schon, als wir aus dem Auto stiegen, spürten wir wieder, wie besonders dieser Ort war. Es war ganz still, nur ein kleiner Wind ging. Wir bezahlten und fuhren weiter zur Informations – Ranch.

Dort angekommen, haben wir wieder den Orientierungfilm schauen müssen, denn wir waren seit mehr als 2 Jahren nicht mehr da. 

Dieser Film dauerte 11 Minuten und war auch sehr interessant – die Geschichte und Bedeutung von diesem beeindruckenden Platz wurde nochmal erklärt und die Regeln  bekannt gegeben. 

Dann machten wir uns wieder auf zu dem uns schon bekannten Platz. Es war schön, wieder durch die Felsen hereinzukommen und alles wieder zu erkennen. Es war alles gleich geblieben und doch war alles anders. Es herrschte eine Ruhe – und gleichzeitig war alles voller Leben: große Grashüpfer, flinke Eidechsen, lebhafte Vögel, brummende Käfer, schillernde Libellen…. Es war alles in Bewegung. Die Blumen und Kakteen blühten und trugen Früchte. 

Ich suchte für uns den richtigen Ort aus und verabschiedete mich noch einmal ganz in Ruhe und in aller Dankbarkeit von Tom.  Dankbar, so einen tollen Hund an meiner Seite gehabt zu haben, dankbar für seine Loyalität und Liebe und dafür, dass ich ihn so lange meinen Gefährten nennen durfte. Ich ließ ihn frei, wünschte ihm für sein weiteres Leben alles Liebe und versprach, dass ich ihn nie vergessen würde. Er würde immer einen Teil meines Herzens mit sich nehmen. 

Wir konnten nicht ganz durch den Canyon gehen, denn es hatte sich durch den Regen von vor zwei Wochen ein kleiner See gebildet. Auf diesem See brummte und summte das Leben! Jede Menge Libellen, kleine Vögel, Wasserläufer und ich weiss nicht, was im Wasser alles lebte… Der Canyon war grün, überall wuchsen Büsche und Sträucher und Kakteen. Kleine Blumen wuchsen dort und auch die Büsche blühten. 

Ulli ging kurz an einen überdachten Sitzplatz. Als er auf halber Strecke dorthin war, kam ein großes Eichhörnchen den Berg herunter, schaute Ulli an und als er näher kam lief es weiter. Es blieb wieder stehen und schaute Ulli wieder an, als würde es ihn auffordern ihm zu folgen- war er auch tat. Bis es dann für Ulli nicht mehr weiter ging. Da war aber das Eichhörnchen auch verschwunden.

Dann wechselten wir in einen anderen Teil. Die Sonne brannte und es wurde gegen 11:30 schon ganz schön heiß. Aber ich wollte auf jeden Fall noch einmal den Chain Trail hochgehen. Irgendetwas trieb mich dort hoch. 

Wir spazierten zwischen den Felsen umher und ich stieg immer höher. Ulli kam noch bis auf die Hälfte der Strecke mit und machte dann noch ein paar tolle Fotos von dem  entstandenen See. Dafür ging er eine andere Strecke. 

Ich kletterte die steilen Felsen hoch, der Weg war durch ein „Kettengeländer“ gekennzeichnet. Es war kurzzeitig so steil, dass man sich an der Kette hochziehen musste. 

Es war kein langer Weg, aber ich war sehr froh, als ich oben angekommen war. Die Sonne brannte, aber als ich dort oben saß, ging ein warmer, leichter Wind und belohnte mich für die Anstrengung. Dieser Ort ist einfach magisch – es war toll!!! 

Wieder am Auto angekommen, war ich ziemlich platt. Einmal durch die Sonne, aber auch die Unterhaltungen und die Magie des Ortes hat ihr einerseits viel gegeben, aber auch Energie gekostet. 

So sind wir dann wieder ins AirBnB gefahren und haben uns ausgeruht. 

Dann sind wir noch in eine deutsche Bäckerei gefahren und haben die dortigen Backwaren getestet. Es gab „Blackforest-Cake“, Plunderteilchen, Nussecken und Kekse. 

Wir haben zwei Plunderteile und zwei Kekse probiert. Echt lecker. Davon werden wir morgen auch etwas kaufen und es George mitbringen… 

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Tag 19 Corner Bakery – Goodbye from Friends

Heute haben wir tatsächlich kaum etwas getan. Am späten Vormittag sind wir in die Corner Bakery gefahren und haben ein fürstliches Frühstück-Mittagessen (eigentlich ein Brunch) gehabt. Es war wieder richtig lecker – bis auf den Kaffee, der nicht gut war. Wir haben während unseres Besuches mehrere Gäste gesehen, die ihren Kaffee weggekippt haben, also scheint es nicht nur uns so gegangen zu sein. 

Ich hätte ja wahnsinnig gerne zwei dieser Tassen der Bakery gekauft. Das ging ja vorletztes Jahr nicht, weil schon alle ausverkauft waren. Leider hat aber weder diese Bakery, noch eine andere, zu der wir auch noch fuhren, keine Tassen verkauft. Schade! 

Dann haben wir im AirBnB gechillt und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Nachmittags haben wir uns von der german Bakery noch zwei Teilchen geholt und Kaffee getrunken. Auch für unseren Freund George haben wir eine Box „deutscher“ Leckereien einpacken lassen. Hoffentlich gefallen sie ihm! 

Abends haben wir uns dann ein letztes Mal mit ihm und Joe bei Kern`s getroffen. Es war ein toller, gemütlicher Abend. George hat sich über die Box doch scheinbar sehr gefreut. Wir haben uns dann noch mit der Freimenge an Zigarren eingedeckt, die wir in Deutschland nicht kaufen können. 

Am Ende verabschiedeten unsere Freunde uns sehr herzlich, wünschen uns eine gute Reise und dass wir gesund bleiben. Gleichzeitig verabredeten wir uns wieder hier für in spätestens zwei Jahren. 

Nun bleibt uns nur noch ein ganzer Tag hier, bevor es wieder gen Heimat geht… 

Tag 20 Vorbereitungen – 

An diesem Tag haben wir die gekauften Lebensmittel nochmal sortiert. Wir konnten fast alles bis zur Abreise aufbrauchen. Vormittags wusch ich noch die Wäsche – einschließlich der Sachen, die wir im Cigarshop angezogen haben – und wir suchten schon mal unsere Sachen zusammen. 

Mittags fuhren wir nochmal los und suchten ein Café, dass uns Joe empfohlen hatte, das East Side Café. Wir fanden ein East Café, in dem wir eingekehrt sind. Doch das konnte eigentlich nicht das Richtige sein – ein amerikanisch-mexikanischer Imbiss. Nicht nur, dass die „Pepsi“, die wir bestellten sicher keine war (sie schmeckte wie Spülwasser – in Ullis Reis waren tatsächlich Tomaten, obwohl wir auf seine Allergie hingewiesen hatten. Auf die Rückmeldung bekamen wir zu hören, er solle ihn dann einfach liegen lassen und berechnet wurde auch alles komplett. 

Schade, das hätte ein schöner Abschluss sein können/sollen. 

Wir verbrachten die restliche Zeit im AirBnB und räumten unsere Sachen zusammen und checkten online in den Flug ein. Wir wollten dann noch tanken fahren. Vor dem Haus, als wir ins Auto einstiegen, war es so schön lauschig und schön draußen, dass wir uns spontan entschlossen, ein letztes Mal zum Scenic Drive zu fahren. Dort genossen wir den Blick über El Paso ein letztes Mal und auf dem Rückweg sind wir dann tanken gefahren… 

Tag 21 Abreise – Zuhause ankommen

Die Nacht war gruselig. Ich habe nicht gut, und Ulli kaum geschlafen. Um kurz vor fünf Uhr hat mich schon wieder jemand angerufen. 

Wir sind um 7:00 aufgestanden und haben uns langsam fertig gemacht. Kurzes Frühstück, oben aufräumen, Koffer packen und schließen. Wir haben das AirBnB noch ganz entspannt aufgeräumt, dreimal überall geschaut, dass wir nichts vergessen und sind dann mit dem Auto zum Flughafen. 

Auto abgeben hat mal wieder ganz unkompliziert funktioniert, das Terminal am Flughafen war schnell gefunden. Unser erster Flug nach Dallas war wir eine Reise mit einem Linienbus – vernünftig, komfortabel ist anders. Aber ok. In Dallas hatten wir ebenfalls keine Probleme mit dem Umsteigen und Boarding. Der Flug war auch ok, es gab aber leider die warme Mahlzeit nur mit Tomaten. Das nächste Mal müssen wir mal schauen, ob wir im Vorfeld auf Ullis Allergie aufmerksam machen können…. 

Im Anflug auf Frankfurt musste der Pilot durch einige ordentliche Turbulenzen, da hat es ganz schön gehüpft und gerappelt, wie in einer Achterbahn. 

Aber er hat es ganz ordentlich gemacht und wir sind gut angekommen. 

In Frankfurt am Flughafen sind wir dann erst einmal in den Burger King und haben etwas gegessen. Ulli hat dann gefragt, ob unser Zug pünktlich kommt. Bei der Gelegenheit hat uns die DB Mitarbeiterin gesagt, dass eine Teilstrecke ausfällt und der Zug erst ab Fulda fährt! Aber sie hat uns auf einen Ersatzzug aufmerksam gemacht und so konnten wir schon um 10:45 losfahren. 

Wir sollten dann um 12:55 in Göttingen ankommen, die letzte Station vor Hannover, wo wir aussteigen wollten. Der Zug blieb im Tunnel stehen. Plötzlich kam die Durchsage, dass wir abwarten und uns 10 Minuten verspäten würden. Der Beamte wüßte selbst nicht, woran es läge und er informiere uns, sobald er mehr wisse. 

Nach einer Viertelstunde sagte er, es dauere noch eine halbe Stunde…. Nach einer Stunde war dann klar, dass es nicht weiter geht, da weiter vorn wohl ein Stellwerk defekt sei. Wir würden wieder zurück nach Kassel Wilhelmshöhe fahren. 

Mal meinte er, es gäbe Anschlusszüge, dann mal wieder nicht.  Bei dem ganzen Durcheinander rief ich dann Papa an, ob er uns aus Wilhelmhöhe abholen und nach Steinheim bringen könne, von da könnten wir weiter fahren. Das wollte er gern tun. 

Als wir dann, mit 20 km/h, in Kassel Wilhelmshöhe ankamen, war Papa nicht da. Ein Anruf bei Melissa brachte hervor, dass er zu einem falschen Bahnhof gefahren ist. Leider hatte er auch kein Handy dabei, um erreichbar zu sein… 

Wir waren echt total müde und ich musst auf Toilette. Ich ging auf die Bahnhofstoilette, die tatsächlich 1.- Euro Gebühr kostete. Das brachte für mich das Faß zum überlaufen und mir kamen die Tränen. Aber es half ja nichts. 

Wir haben also gehört, dass die Züge doch wieder durch Göttingen nach Hannover fuhren, also fragten wir an der Information und bestiegen einen Zug. Dieser brachte uns dann tatsächlich nach Hannover. Wir stiegen dann noch in die Straßenbahn und fuhren zu Anton und Sophie, um das Auto abzuholen. 

Zu allem obendrauf kam noch, dass das Auto einen platten Reifen hatte. Wir fuhren also im Schneckentempo zur nächsten Tankstelle und pumpten den Reifen wieder auf. 

Dann holten wir auf einem Weg noch unsere Hunde aus der Hundepension. Sie freuten sich sehr, uns zu sehen!! 

Ihr könnt Euch also denken, wie froh wir waren, als wir endlich zuhause angekommen waren, die Hunde und die Sachen ins Haus gebracht hatten, bei der Nachbarin wieder angemeldet waren und endlich nach insgesamt 38 Std. im Bett lagen. 

Was war das für eine Heimfahrt!!! 

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